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Am 8.6. wird feierlich am Zughafen angedockt: AnDockFest!

Boombatze.media-AnDockFest mit 7Zoller Liga-Showcase

Nach einem Jahr in der Leopoldwerft wird das kleine, aber flinke Segelboot „Boombatze.media“ vom Stapel gelassen und dockt mit Tröten, Bumbum & Tamtam am Zughafen an.

Freitag, 8.6.18 ab 15 Uhr an der Kleinen Rampe am Zughafen

Natürlich wird, wie zu einer Schiffstaufe üblich, eine Flasche Blubberwasser zerdeppert und die Leichtmatrosen der 7Zoller Liga werden das ganze musikalisch begleiten. Strikt 7zoll-Vinyl natürlich!

Diese Mannschaft wurde in den Thüringer Gewässern zusammen shanghait:

  • Data Renegade [Rocksteady, Early Reggae | Jena]
  • Goofy Cutz [Funk | Bad Salzungen]
  • Kilo Jules [Ragga, Dub | Schweinfurt]
  • KingOfErfurt [Soul | Erfurt]
  • Sam Grier [Rock´n´Roll, RnB | Erfurt]
  • Sam O’Rye [Northern Soul | Hohenfelden]

Für das leibliche Wohl sorgt die exquisite Kleine Rampe-Besatzung und nebenan im frisch eröffneten Stattstrand gibt es auch Buddelkisten für Kindermatrosen⚓.

Live:
nthirteen [AmbientFrickelTicToc-Sounds]
Tino, Andi & Lösi [LagerfeuerPunk]

Wer sich unbedingt bemüßigt fühlt, Taufgeschenke mitbringen zu müssen, kann das gern in Form von Sekt machen.

Nun denn Ahoi Matrosen, Segel setzen und los, Eintritt ist frei!

1000 Dank😍😘❤️ geht an meine Umzugshelfer raus: Sam Grier, Sam O´Rye, Tino, Krause, Thomas aus Gotha, Johann & Rahmy

PS: Wenn der Wettergott nicht mitspielen sollte, muss leider abgesagt werden, es gibt keine adäquate Regenvariante.

boombatze.media zieht in den Zughafen

Im Dezember hatte ich für die 7ZOLLER LIGA bei FATINK im Zughafen Polos herstellen lassen und bin da von Heiner in deren neuen Lagerräumen, die sie gerade umbauten, rumgeführt worden. Nicht ganz ernst ließ ich die Bemerkung fallen „ … ach hier könnte ich doch auch meinen Schreibtisch reinstellen … “ und hab wohl irgendwie einen Nerv getroffen und es wurde sofort romgesponnen, da die Fattys (wie sie im Zughafen liebevoll genannt werden) gerade in Erwägung zogen, aus ihren Büros im 1. Stock auszuziehen. Seitdem gab es ein Hin und Her, da im gesamten Zughafen die Büros & Räume eh wie wild getauscht werden sollten. Und ich war dann auf einmal ernsthaft im Spiel!

Nach zwei kurzen & recht angenehmen Vorstellungsterminen waren sich, glaub ich, alle Parteien auf Anhieb sympathisch und ich musste nur noch warten, bis Erfurts Kreativzentrum ihr Räume-Tetris durchgespielt hat. Ende März bekam ich dann den Anruf von Jens Kobe mit der schlichten Frage „Wann kannste einziehen?“. Da ich am nächsten Tag eh mit unserem grünen OB-Kandidat Alexander Thumfart einen Vorort-Termin hatte, konnte ich das gleich mit einer Besichtigung verbinden. Ja und was ich da sah, gefiel mir. Idyllisch gelegen zwischen dem Proberaum der Shark Maps und den demnächst neu entstehenden Sanitäranlagen des Kalif Storch werd ich dann wohl jetzt im Mai einziehen. Es muss sicher noch einiges gemacht werden (Malern etc.), aber ich bin guter Dinge. Vorgestern, am Freitag hab ich schlussendlich den Mietvertrag mit Zughafen-Geschäftsführer Robert Hennig (siehe oben unser Handshake-Bild😃🤝) unterschrieben.

Juhu, es wird ernst, nach einem Jahr Home-Office zieh ich endlich in mein erstes eigenes Büro!!

Mein Fazit nach dem „Wochenende durch Thüringen“

Gestern ist mein Tag 2 durch den doch recht beträchtlichen Schneefall leider vermiest worden. Eigentlich hatte ich einen Ausflug nach Kranichfeld geplant, aber die offensichtlich verschneiten Straßenverhältnisse und die Situation mit nicht wirklich funktionierender Ladekarte haben mir nicht gerade die Motivation geweckt, den i-Miev zu bewegen. Winter ist für so ein Elektroauto nicht gerade ideal. Da man, um Energie zu sparen, ohne Heizung sowie Lüftung fahren müsste, um die größte Reichweite zu erhalten. Auch war ich mir nicht sicher, wie das Bremsverhalten bei Eis und Schnee so ist, wollte es auch nicht ausprobieren.
Heute morgen hab ich mich aber doch nach Schneefreischaufeln damit in die Schwimmhalle gewagt, da der ganze Schneematsch nicht gerade zum Fahrradfahren einlud. Anschließend hab ich ihn dann wieder zurück zum Autohaus gebracht. Mit immerhin 53km Restreichweite!

Mitsubishi i-Miev | Schwimmhalle Johannesplatz
Mitsubishi i-Miev | Schwimmhalle Johannesplatz

Positiv

zu erwähnen ist, dass es sich eigentlich ganz gut fahren lässt, wenn ich jetzt so von meinen doch recht wenigen Fahrerfahrungen ausgehe. Auch die fast völlige Geräuschlosigkeit des Motors empfand ich als sehr angenehm. Außer vielleicht, dass man nicht genau wusste, ob der Motor läuft oder nicht, aber das erkennt man doch recht gut am Display.

Negativ

muss man sagen, ist der doch recht kleine Kofferraum, wenn die Rücksitze aber umgeklappt werden, passt doch einiges rein. Ganz fürchterlich ist aber die Situation mit den Ladestationen. Wenn dann noch dazu kommt, dass die ausgehändigte Ladekarte nicht erkannt wird, wird es ganz böse. So lang die Infrastruktur dafür nicht geschaffen ist, ist es eher eine Zerreißprobe, ob man sein Ziel erreicht, wieder zurück kommt und ob man es zwischendurch zu einer Ladestation schafft, die auch funktioniert. An sich ist so ein E-Mobil nur sinnvoll, wenn man ein Haus mit Stellplatz inklusive Stromanschluss besitzt und über Nacht laden kann. Die noch sehr langen Ladezeiten mit herkömmlichen Stromanschluss von 6–8 Stunden machen einen nächtlichen Ladevorgang unumgänglich. Und sich bei den paar wenigen öffentlichen Ladestationen in Erfurt (Domplatz, Hauptfriedhof, Stadtwerke etc.) auf freie Kapazitäten zu verlassen, machen das nicht besser. Eigentlich müssten auf allen möglichen öffentlichen Parkplätzen die Dinger stehen, so dass man während des Einkaufs oder Stadtbummels gleich ein paar KiloWatt draufpumpen kann. Von der Bestückung in ländlichen Gebieten oder an Autobahnstops mal ganz zu schweigen. Weiterhin müsste man ja eigentlich drauf achten, dass der Strom aus erneuerbarer Energie hergestellt wurde. Was nützt es mir, wenn mein Auto selbst keinen CO2-Ausstoß hat, wenn der Strom aber aus einem Braunkohlekraftwerk stammt? Laut Stadtwerke-Seite nutzen die für ihre Ecomobil-Ladestationen 100 % Strom aus regenerativen Energiequellen. Das ist ja schon mal löblich. Aber ich denke mal, dass diese Ladevorgänge per Stecker eh irgendwann obsolet sein werden. Ich denke da eher an Induktionsspulen im Asphalt von Parkplätzen und auch Straßen sowie natürlich Solarzellen auf der kompletten äußeren Karosserie. Auch bei der Akkulaufzeit wird es zukünftig sicher noch einiges an Fortschritt geben. Und mit immerhin 200kg Gewicht ist so ein Akku selbst eine nicht zu verachtende Energieschleuder.

Alles in allem:

hier ist noch einiges dran zu arbeiten, am Gefährt an sich und natürlich auch an der Ladeinfrastruktur. Aber irgendwann, vielleicht schon in 10–20 Jahren, werden Elektromobile von unseren Straßen nicht mehr wegzudenken sein und die Benzinschleudern irgendwann ablösen. Die heutigen Tankstellen würden zukünftig auch völlig anders aussehen. Zumal sie nicht mehr so viel Platz wegen der Tanks brauchen, keine Gefahr für Grundwasser oder gar Explosionen sind, könnten die dann auch mitten Wohngebieten existieren, wenn man dann überhaupt noch den Begriff Tankstelle verwendet. Ich bin gespannt, ob ich das noch erlebe.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Ihr Testdriver Marcus Neumann.

PS: Lange nicht mehr Automatik gefahren | Mitsubishi i-Miev: